Baugemeinschaft Weiterwohnen 
A-6850 Dornbirn

Gemeinschaftliches Wohnen
Konzeptstudie

PROJEKTTEAM ARSP
Frank Stasi, Rike Kress,
Andreas Dirnberger,
Philipp Reischmann,
Lisa Martin,

VISUALISIERUNG
John Read

Aufgrund der unzufriedenstellenden Situation der Vorarlberger Wohnlandschaft in vielerlei Hinsicht haben wir die Initiative „Weiterwohnen“ für gemeinschaftliche Wohnen ins Leben gerufen, die das Wohnen in Vorarlberg ganzheitlich betrachten soll. Der Fokus liegt auf das umliegende Quartier sowie auf städtebaulicher, architektonischer, ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene.

Das erste Produkt dieser Initiative ist eine Konzeptstudie in Dornbirn in zentraler Lage auf einem als idealen, jedoch fiktiven Standort angenommenem Grundstück.

Das Ergebnis dieser Konzeptstudie ist ein mit der Baugemeinschaft partizipativ entworfenes Gebäude mit 6-8 Wohneinheiten, das in der Anzahl der verschiedenen Wohnformen die soziale Durchmischung der potentiellen Bewohner wiederspiegelt. So gibt es zwei 2-geschoßige Maisonettwohnungen mit Gartenanteil, 2 Geschoßwohnungen die entweder als 70 m² 2-Zimmer oder 3-Zimmer Wohnung gestaltet werden können sowie 2 so genannte „Jokerzimmer“, die entweder als Kleinstwohneinheit verwendet oder ohne großen baulichen Aufwand den jeweils danebenliegenden Wohnungen zugeteilt werden können.


Dadurch lassen sich die Bedürfnisse und Anforderungen an das Wohnen über mehrere Lebensphasen hinaus realisieren. Durch den Mix an verschiedenen Wohnformen wird ein breites Spektrum an Menschen angesprochen und ein gesunder Bevölkerungsschnitt im Gebäude abgebildet.


Das Wohnen in dieser innovativen und ganzheitlich enkeltauglichen Form wird durch Gemeinschaftsflächen bereichert. So stehen den Bewohnern des Gebäudes und den umliegenden Nachbarn eine Gemeinschaftsküche mit Mehrzweckraum als Schaufenster für die Nachbarschaft und einer Werkstatt im Erdgeschoß zur Verfügung. Dieser wichtige soziale Raum kann durch den zum Quartier hin orientierten, befestigten Platz sowie den Gemeinschaftsgärten erweitert werden. In den Obergeschoßen dient eine sehr großzügig gestaltete zentrale Erschließungszone mit hoher Aufenthaltsqualität und Mehrwert unter anderem durch eine Kinderkletterwand und einer Leseecke als Ort der Begegnung. Abgerundet wird das Angebot an gemeinschaftlichen Räumen durch Kellerräume für Hauswirtschaft und einer Lebensmittelkooperative.


Trotz dieser Vielzahl an Gemeinschaftsflächen bleibt das Wohnen in einem solchen Gebäude leistbar, denn viele an einem Strang ziehende Personen können mehr bewegen und haben mehr Gestaltungsspielraum gegenüber Stadtplanung, Banken und ausführenden Firmen.


Die Schlagworte dieser Initiative, die weitere Ableger in anderen Städten und Gemeinden in Vorarlberg bekommen wird, sind:

Individualität in der Gemeinschaft | Vielfalt und Durchmischung statt Einheitsbrei und Segregation | Gemeinschaft statt Einsamkeit | Raum für alle Generationen | Lebendiger öffentlicher Raum | Leistbares Wohnen

1